PEA - Geheimwaffe gegen Schmerzen
Hinweis aus der Praxis:
Ich bin Tierheilpraktikerin für Hunde und Katzen im Raum Rendsburg und arbeite seit vielen Jahren mit Hunden, die unter chronischen Schmerzen, Entzündungen oder Bewegungseinschränkungen leiden.
PEA ist dabei ein häufiges Thema in der ganzheitlichen Begleitung – immer eingebettet in eine individuelle Gesamtbetrachtung von Stoffwechsel, Ernährung und Nervensystem.
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CBD war gestern?
Seit einigen Jahren wird CBD-Öl häufig als Naturprodukt gegen Schmerzen, Entzündungen, allergische Reaktionen und sogar im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen empfohlen. Die Hoffnungen waren – auch in der Tiertherapie – groß.
In der Praxis zeigt sich jedoch immer wieder ein Problem: Viele Hunde und Katzen verweigern die Einnahme von CBD-Öl aufgrund des intensiven Geruchs und Geschmacks. Hinzu kommt, dass die Wirkung individuell sehr unterschiedlich ausfällt.
Neue Hoffnung PEA!
In den letzten Jahren rückt zunehmend Palmitoylethanolamid (PEA) in den Fokus.
Wichtig ist dabei eines gleich vorweg:
PEA allein löst in der Regel nicht die Ursache eines Problems.
Schmerzen, Entzündungen oder Bewegungseinschränkungen stehen häufig im Zusammenhang mit weiteren Faktoren wie:
- Darmgesundheit
- Nährstoffversorgung
- chronischer Stressbelastung
- Fehlregulationen des Nervensystems
Genau hier setzt eine ganzheitliche Betrachtung an.
Was ist Palmitoylethanolamid (PEA)?
Palmitoylethanolamid (PEA) ist eine im Körper natürlich vorkommende Substanz aus der Gruppe der Fettsäureamide. Sie wurde bereits in den 1950er Jahren entdeckt und wird seitdem intensiv medizinisch erforscht. Das als Nahrungsergänzungsmittel erhältliche PEA wird
synthetisch hergestellt.
Es entsteht aus der Fettsäure Palmitinsäure und Ethanolamin. Auch wenn Palmitinsäure natürlicherweise z. B. in Palmöl vorkommt, handelt es sich bei PEA nicht um ein Naturprodukt, sondern um ein industriell hergestelltes, hochreines Pulver. PEA ist geruchs- und geschmackneutral und weist – ähnlich wie CBD – einen Bezug zum Endocannabinoid-System (ECS) auf, ohne selbst ein Cannabinoid zu sein.
PEA und das Endocannabinoid-System
Das Endocannabinoid-System ist ein komplexes Regulationssystem im Körper von Mensch und Tier. Es spielt unter anderem eine Rolle bei:
- Schmerzverarbeitung
- Entzündungsreaktionen
- Immunfunktion
- Nervensystem
PEA gilt als endocannabinoid-ähnliches Molekül und interagiert auf verschiedenen Ebenen mit diesem System.
Mögliche Wirkungen von PEA
In Studien und aus der praktischen Anwendung werden unter anderem folgende Effekte beschrieben:
- Entzündungshemmung
z. B. bei Arthritis, entzündlichen Darmerkrankungen oder Blasenentzündungen - Schmerzlinderung
insbesondere bei neuropathischen und chronischen Schmerzen - Neuroprotektion
Hinweise auf einen schützenden Effekt auf Nervenzellen, relevant auch bei neurodegenerativen Prozessen - Immunmodulation
regulierende Wirkung bei überschießenden Immunreaktionen - Unterstützung der Hautgesundheit
z. B. bei allergischen Hautreaktionen und Juckreiz - Schutz vor oxidativem Stress
Unterstützung der Zellen gegenüber freien Radikalen
Die genannten Wirkungen zeigen, dass PEA nicht isoliert auf Schmerzprozesse wirkt, sondern auf zentrale Regulationsmechanismen des Körpers. Schmerz, Entzündung und Belastung des Nervensystems stellen für den Organismus immer auch eine Form von Stress dar. Anhaltender Stress kann sich wiederum im Verhalten zeigen – etwa durch Unruhe, Rückzug oder erhöhte Reizbarkeit.
Wie eng körperliche Belastung, Stress und Verhalten miteinander verknüpft sind, erläutere ich in diesem Fachartikel zur verhaltensmedizinischen Ursachenklärung.
Gibt es einen Haken bei PEA?
Palmitoylethanolamid (PEA) gilt für Hunde, Katzen und auch Pferde grundsätzlich als gut verträglich.
Aber: Jede Substanz, die in den Organismus eingreift, wirkt auf komplexe Regulationsmechanismen – auch dann, wenn sie als „natürlich“ oder „gut verträglich“ gilt.
Bevor ein PEA-Produkt eingenommen oder einem Tier gegeben wird, sollte daher immer geklärt sein:
- welche Form von PEA eingesetzt wird
- über welchen Wirkmechanismus sie hauptsächlich wirkt
- ob diese Wirkung zur individuellen Situation des Tieres passt
Denn PEA ist nicht gleich PEA.
PEA ist nicht gleich PEA
PEA ist in unterschiedlichen Varianten erhältlich, z. B.:
- nicht mikronisiert
- mikronisiert
- ultramikronisiert
- liposomal eingebettet
- in Kombination mit weiteren Wirkstoffen
Diese Unterschiede beeinflussen Bioverfügbarkeit, Wirkort, Wirkintensität und Verträglichkeit erheblich.
Was bei einem Tier hilfreich ist, kann bei einem anderen wirkungslos bleiben oder sogar Beschwerden verstärken.
Warum eine fachliche Begleitung wichtig ist
Viele Tiere, die PEA erhalten sollen, haben mehr als ein gesundheitliches Thema:
- chronische Schmerzen
- Entzündungsprozesse
- Magen-Darm-Probleme
- neurologische Auffälligkeiten
- Stress- oder Angstbelastung
- laufende Medikamentengaben
Auch PEA kann – abhängig von Form, Dosierung und individueller Situation – Wechselwirkungen oder unerwünschte Effekte haben.
In Studien und aus der Praxis sind unter anderem beschrieben:
- Magen-Darm-Beschwerden
- allergische Reaktionen oder Juckreiz
- bei Menschen teils ausgeprägte Müdigkeit, Mattigkeit oder Schlafstörungen
Gerade deshalb ist eine individuelle Einschätzung durch einen erfahrenen Therapeuten sinnvoll und wichtig.
PEA als Teil eines ganzheitlichen Therapiekonzepts
PEA ist rechtlich ein Nahrungsergänzungsmittel und frei erhältlich. Die Qualität der Produkte sowie ihre Bioverfügbarkeit unterscheiden sich jedoch deutlich.
In meiner therapeutischen Arbeit setze ich PEA nicht isoliert ein, sondern immer eingebettet in ein ganzheitliches Therapiekonzept.
Ob und in welcher Form PEA sinnvoll eingesetzt werden kann, hängt unter anderem ab von:
- dem individuellen Stoffwechsel
- dem aktuellen Gesundheitszustand
- bestehenden Erkrankungen und Diagnosen
- begleitenden Therapien oder Medikamenten
- Ernährung und Nährstoffstatus
Aus der praktischen Arbeit weiß ich, dass erst das Zusammenspiel dieser Faktoren zu stabilen und nachhaltigen Therapieerfolgen führt. Pauschale Empfehlungen oder allgemeine Dosierungsratschläge ohne Anamnese sind aus fachlicher Sicht nicht sinnvoll.
Wenn dein Hund unter chronischen Schmerzen leidet
Viele Hundehalter stoßen auf PEA, weil ihr Hund bereits eine längere Leidensgeschichte hinter sich hat und bisherige Maßnahmen keine ausreichende Entlastung gebracht haben.
In meiner Tierheilpraxis im Raum Rendsburg begleite ich Hunde ganzheitlich und individuell – mit Blick auf:
- Schmerzen und Entzündungsprozesse
- Nervensystem und Stressregulation
- Ernährung und Stoffwechsel
- passende therapeutische Strategien
- Wenn du dir eine fachliche Einschätzung und individuelle Begleitung für deinen Hund wünschst, erfolgt diese im Rahmen eines Termins – vor Ort oder, je nach Fragestellung, auch online.
>>> Hier findest du Informationen zu meiner Praxis, meinem Ansatz und zur Terminvereinbarung.
Hinweis:
Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle Beratung oder Behandlung durch einen qualifizierten Therapeuten.














